Eloann (Arbeitstitel)

Zum Inhalt: Der junge Ordensmann Eloann wird von seinem Prior zu einer Dämonenaustreibung gedrängt, die mit dem Tod des vermeintlich besessenen Mädchens endet. Nachdem man ihm, obwohl er sich vehement gegen den Exorzismus gewehrt hat, die Schuld an dessen Misslingen gibt, kehrt er seinem Orden völlig desillusioniert den Rücken. Es verschlägt ihn in die Stadt Alunthras, wo er an seiner selbst gewählten Rolle als Versager zunehmend Gefallen findet und - allerdings mehr schlecht als recht - versucht, sein Selbstmitleid in Alkohol zu ertränken.

Eines Tages erhält Eloann, inzwischen bis über beide Ohren verschuldet, über seinen alten Freund Warren einen lukrativen Auftrag: Er soll Tiélna, die unscheinbare Tochter des mächtigen Kaufmanns Istrubal Artagont, diskret und ohne viel Aufsehen in ein Kloster überführen, dem die junge Frau als Novizin beitreten wird. Dieses Kloster liegt in einem Winkel des Ruishtvan-Gebirges, inmitten ewig schneebedeckter Gebirgszüge. Wenn es einen gibt, der diese Region wie seine Westentasche kennt, dann ist es Eloann, schließlich stand in einem der weit verstreuten Bergdörfer der elterliche Hof. Und eigentlich war er ganz froh, dem kargen Leben der Bergwelt entronnen zu sein.

Ohne große Begeisterung also, dafür die nicht unerhebliche Geldsumme im Blick, die ihm als Lohn winkt, macht sich Eloann mit Tiélna und zwei Begleitern auf den Weg, mitten hinein in Schnee und Eis. In bittere Kälte und lange Nächte, in denen der Wind mehr als nur eine Stimme hat. Nur zwei kehren aus diesem Gebirge zurück. Und einer davon wird den Tod in sich tragen.

 

"Eloann" ist ein Projekt, an dem ich immer dann arbeite, wenn die geeinten Lande ruhen. Somit geht es hier nur sehr langsam voran, aber die Geschichte hat mich so weit in ihrem Griff, dass ich sie nicht abschütteln kann. Ich denke, noch zwei Jahre, einige freie Vormittage (und viele lange Abende) und ihr werdet erfahren, was ein Burldag ist und warum man ihm absolut nicht zu nahe kommen sollte, ob ein Järv einen Schlitten ziehen kann, wer Oona ist und was genau zwischen den dunklen Tannen hervortritt, wenn sie laut mit der Zunge schnalzt, und wozu Tiélna von ihrem Vater wirklich in dieses Gebirge geschickt wurde.